Der Tierarztbesuch

Wenn man bei einem Nymphensittich (oder auch anderen Papageien und Sittichen) Krankheitssymptome erkennt, geht es dem Vogel meist schon sehr schlecht. Nymphensittiche versuchen als Schwarmvögel eine Krankheit so lange wie möglich zu verbergen, um im Schwarm mithalten zu können.
Außerdem gibt es bei Nymphensittichen kaum harmlose Erkrankungen. Was zum Beispiel bei uns ein harmloser Schnupfen wäre, ist beim Nymphensittich eine lebensbedrohliche Infektion des Atmungsbereiches.

Der erste Besuch beim Tierarzt kann der Letzte sein, bei dem der Nymphensittich noch in einigermaßen guter Verfassung ist. Deshalb ist es sinnvoll, den Arzt anzuweisen sofort umfangreiche Untersuchungen durchzuführen. Es ist zwar kostengünstiger zunächst nur ein Breitbandantibiotikum und Vitamine zu spritzen und dann abzuwarten ob es hilft, aber diese oft praktizierte Methode kostet leider vielen Vögeln das Leben.

Für den Laien ist es oft schwer die Behandlung des Arztes zu beurteilen. Sie finden hier eine Checkliste für den Tierarztbesuch.

Als Halter ist man oft ebenfalls aufgeregt, wenn man mit den Tieren zum Arzt fährt. Ein Zettel, der folgende Angaben enthält kann Ihnen helfen. So vergessen Sie keinen wichtigen Punkt, der die Diagnose beeinflussen könnte:

Der Transport zum Tierarzt sollte auf direktem Wege erfolgen. Mit einer Decke, die um den Transportkäfig geschlagen wird kann man den Vogel vor äußeren Einflüssen schützen. Der Boden des Käfigs sollte mit sauberem Papier ausgelegt werden. So kann der Tierarzt eventuell frischen Kot oder auch erbrochenes Futter untersuchen. >> Hier finden Sie weitere Ratschläge, um einen Nymphensittich möglichst stress- und gefahrenfrei zu transportieren.

Bei einem unklaren Krankheitsbild (und das ist bei Nymphensittichen fast immer der Fall, auch das Auswürgen von Futter ist nicht immer eine Kropfentzündung) sind die folgenden Untersuchungen sinnvoll:

Bedeutende Maßnahmen/Vorgehensweisen bei der direkten Untersuchung des Vogels: