Erläuterungen zur Tierarztdatenbank

Die Tierärzte haben eine Selbstauskunft ausgefüllt, in der wir verschiedene Fragen gestellt haben. Für den Laien ist es oft schwer die Behandlung des Arztes zu beurteilen. Sie finden hier eine Erklärung zu einigen Fragen der Selbstauskunft:

Röntgen

Für viele Diagnosen ist ein Röntgenbild unerlässlich. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Da Nymphensittiche Futter im Kropf speichern sollten sie vor einer Narkose bis zu 12 Stunden fasten, um das einatmen von Futter während der Narkose zu verhindern. Eine Gasnarkose (Inhalationsnarkose) ist schonender und wesentlich sicherer, als eine Injektion. Röntgen per Handfixierung hat den Vorteil, dass der Organismus des Vogels nicht durch Narkosemittel belastet wird.

Inhalationsnarkose

Die Inhalationsnarkose (durch einatmen eines Narkosegases, auch Gasnarkose genannt) erfordert einen gewissen aparativen Aufwand in der Praxis und ist deshalb teurer als eine Injektionsnarkose. Sie ist aber sehr wirksam, gut verträglich und leicht steuerbar (d.h. sie kann jederzeit abgebrochen werden oder die Dosis kann angepasst werden).
Die höheren Kosten der Inhalationsnarkose sind gegenüber den Risiken einer Injektionsnarkose gerechtfertigt: ungenügende Steuerbarkeit, Übererregung in der Einschlaf- und Aufwachphase, ungenügende Entspannung der Muskeln, Auskühlung, Abflachung des Kreislaufes und unzureichende Unterbrechung der Schmerzempfindlichkeit bei Eingriffen im Kloaken- und Kopfbereich.

Laboruntersuchungen

Die Möglichkeit in der Praxis Laboruntersuchungen durchzuführen spart Zeit. Zeit, von der ein kranker Vogel oft nicht mehr allzu viel hat. Die Einsendung zur Untersuchung der Proben in ein Labor kann mehrere Tage in Anspruch nehmen. Außerdem lassen sich bestimmte Parasiten (z.B. Trichomonaden) nur sofort -also im lebendigen Zustand- in einer Spül- oder Tupferprobe unter dem Mikroskop nachweisen.

Zusatzausbildung

Da sich der Aufbau und die Körperfunktionen eines Vogels wesentlich von dem der Säugetiere unterscheiden, sollte der Tierarzt möglichst Fachtierarzt für Vögel sein. Der Bereich der Vögel wird in der tiermedizinischen Ausbildung nur gestreift und ist oftmals nur auf Wirtschaftsgeflügel beschränkt.
Es kommt aber im Grunde nicht auf den Titel an, sondern auf die tatsächlich vorhandenen Fähigkeiten. Leider kann man diese oft erst einschätzen wenn es für den Vogel schon zu spät ist.