Nymphensittiche - Spielzeug und Einrichtung selber basteln (127 Einträge)



Innenvoliere - ladychaos

Kosten:etwa 300€
Zeitaufwand:
Schwierigkeitsgrad:
Erbaut von:Ladychaos & Freund (Schreiner)
Benötigte Materialien / Werkzeuge:

  • 40 lfm Flachkantbretter (ca. 4x2.4cm)
  • 4 lfm Brett (ca. 17x2.4cm)
  • 12 lfm Kantholz (ca 3x3 und 4x4cm)
  • 12 lfm Kantholz (ca 3x3 und 4x4cm)
  • Rückwand ca. 80x200cm + 100x200cm; 1.3cm dick
  • Bodenplatte ca. 180x90cm; 1.3cm dick
  • PVC-Belag 180x90cm
  • 10qm Edelstahlgitter (20x20mm)

  • Holzschrauben
  • Fugenleim
  • Patex Kontaktkleber (lösungsmittelfrei)
  • 2x grosse Schieberiegel
  • 2x kleine Schieberiegel
  • Klavierband 1,50m lang
  • 2x kleines Scharnier
  • 2x Möbelscheere

  • Paketklebeband/Schraubzwingen
  • Kappsäge
  • Bohrmaschine
  • Akkuschrauber
  • „Rutscherl“, Schleifmaschine, Winkelschleifer
  • Zahnspachtel
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Teppichmesser/Cutter
  • Schleifpapier (60er, 100er, 120er und 150er Körnung)
  • Klammermaschine („Tacker“)

  • Assistenten

Arbeitsanleitung:

Das Material

Der Arbeitsplatz (leider haben wir keine Werkstatt)

Zuerst werden die einzelnen Rahmen für Dach, Seiten, Türe, Türrahmen und Einflugklappe vorbereitet.

Die beiden Seitenteile haben ein Aussenmaß von 90x183cm, der Türrahmen links ist 80x183cm, die Vorderseite rechts ist 100x183cm und das Dach etwas kleiner als 180x90, da es „versenkt“ wird.

Alle Masse sind „ca. –Angaben“, weil noch die sog. Spaltmasse, Scharnierdicken und Eigenheiten vom Material berücksichtigt werden müssen!

Die Kanthölzer (4x2.4cm) auf Gärung schneiden, wichtig, Masse aussen anzeichnen!

Die fertig geschnittenen Einzelteile „rahmenweise“ sortieren und die Sägekanten abschleifen. Als nächstes werden jeweils 2 Rahmenteile an den Gärungsschnittflächen zusammengeleimt und fixiert (kann auch geschraubt werden), so das jeweils ein „L“ entsteht.

Diese Einzelteile dann über Nacht trocknen lassen. Aus den einzelnen „L“-Teilen werden jetzt die Rahmen zusammengebaut, wieder die Schnittflächen aufeinander leimen und gut zusammenhalten, ausreichend trocknen lassen!

Sind die Rahmen soweit fertig, können die Zwischenstreben (waagerecht) eingepasst werden. Sie dienen sowohl der Optik als auch der Stabilität. Deshalb ist es wichtig, dass diese genau passen und das „Rahmengebilde“ nicht unter Spannung steht. Dazu den Rahmen oben und unten messen (Innenmass) und dann den Mittelwert für die Länge der Querstrebe ermitteln. Leimen, fixieren, trocknen lassen.

Nicht vergessen, für den Türrahmen braucht man keine Mittelstrebe, dafür aber 2 im „Türblatt“. Diese müssen so weit auseinander sein, dass die Einflugklappe + Scharniere noch hinein passen.

Da die Vorderseite (Tür + Seitenteil) die Schnittkanten der Seitenteile komplett verdecken soll, wird diese zuerst zusammengebaut. Dafür wird an den Türrahmen von „innen“ ein Vierkantholz geleimt und geschraubt. Wichtig ist, dass das Vierkantholz unten genau um die Höhe des Bretts (17cm) länger ist, als die Rahmen, oben aber um die Holzdicke des Daches kürzer.

Das zugehörige 100cm breite Vorderteil wird von der anderen Seite aufgeleimt und geschraubt.

Von innen:

Von aussen, vorne:

Jetzt das umlaufende Brett noch aufleimen und anschrauben, dann ist die Front fertig.

Fertige Rahmenteile, Front (grosses Teil) mit „Krümelschutzbrett“

Genau so wie mit der Vorderseite, verfährt man auch mit den Seitenteilen. Die Kanthölzer auf die Seitenteile aufleimen, festschrauben.

Auch an den Seiten nicht vergessen, der „Steher“ hat Sondermass.

Wenn alle Teile soweit trocken und fest sind, kann man das Türblatt mit dem Klavierband im Rahmen befestigen.

Von aussen, oben und unten, die Schieberiegel am Türrahmen anschrauben,

Die Einflugklappe gegen herunterfallen sichern. Ich hab mich für Möbelscheeren entschieden, das sieht dann so aus:

Endlich ist es soweit, die rahmen können probehalber aufgestellt werden, tada:

So sieht die vordere obere Ecke von innen aus, wo die Front, Seitenrahmen und das Dach aufeinandertreffen:

Ist die Voli provisorisch fertig aufgestellt, wird sie ausgerichtet (ecken im Winkel), dass die Rückwand (zweigeteilt, passt sonst nicht ins Auto) und der Boden ausgemessen werden können.

Beim Zusammenbau der Einzelteile ist uns immer wieder aufgefallen, wie verzogen und uneinheitlich dick die einzelnen Hölzer sind, deshalb haben wir die Holzplatten im Baumarkt auf den mm genau schneiden lassen.

Der Boden, bzw., die Bodenplatte wird mit PVC-Belag geschützt. Patex Kontaktkleber mit Zahnspachtel auf die Bodenplatte und den Belag streichen, kurz antrocknen lassen und aufkleben. Die Luftblasen lassen sich schön mit einem Hölzchen herausstreichen. Ist alles trocken, die überstehenden PVC-Streifen bündig an der Platte entlang abschneiden (Teppichmesser).

Damit sich die Voliere auch „schön anfasst“ und die Leimreste, Bleistiftmarkierungen und abstehende Fransen nicht stören, werden alle Rahmenteile (Rohbau wieder zerlegen) an den sichtbaren/fühlbaren Kanten und Flächen geschliffen. Mit dem „Rutscherl“ und Schleifpapier 120er oder 100er Körnung die Oberflächen und Kanten langsam in Richtung der Maserung bearbeiten. Schwer erreichbare Ecken von Hand (Sandpapier 60er Körnung um ein Klötzchen legen) nachschleifen.

(Falls erwünscht, kann die Voli noch gestrichen, geölt oder lasiert werden - auf Unbedenklichkeit achten! -)

Im letzten Arbeitsgang werden die Gitterstücke passgenau zugeschnitten (abgezwickte Drähte bündig zu Holzleisten) und an den Ecken mit „U“-Nägeln gespannt. Die Zwischenstücke haben wir mit einem normalen Klammergerät festgeschossen.

Zum Schluss die fertig bespannten Einzelteile zusammenschrauben,

die Voliere umlegen und den Boden an den Seitenteilen/Stehern festschrauben.

Voliere wieder aufstellen an ihren Bestimmungsort stellen, dekorieren und fertig ist das neue Vogelheim.

Falls es noch Unklarheiten oder Fragen gibt, meldet Euch!