Die Haltung in einer Außenvoliere

Die Haltung in einer Außenvoliere ist eine sehr gute Alternative zur Wohnungshaltung, da die Vögel so den natürlichen Tag/Nacht- und Jahreszeitenrhythmus erleben. Die Tiere kommen in den Genuss von Wind, Regen, Schnee und Sonne.

Beispiele

Bevor man sich dazu entschließt eine Außenvoliere zu bauen, gibt es einige Punkte zu beachten:
Man sollte sich beim Bauamt erkundigen, ob es Einschränkungen gibt und der Bau genehmigungspflichtig ist. Ein Schutzhaus, das vor Frost schützt und bei Bedarf beheizt werden kann, ist unbedingt notwendig. Nymphensittiche benötigen auch im Winter mindestens 10°C im Schutzhaus. Da sich bei Außenhaltung der Flugraum nur auf die Grundfläche der Voliere und des Schutzhauses beschränkt, muss dieser ausreichend groß bemessen sein. Die Größe richtet sich nach verschiedenen Gesichtspunkten: Anzahl der Vogelarten und Gesamtzahl der Vögel überhaupt. Plant man langfristig eine Brut, so sollte dies in die Überlegungen einbezogen werden. Es muss die Möglichkeit bestehen, brütende Paare abzutrennen und ihnen trotzdem genügend Raum zu bieten.
Quadratische Grundflächen bieten kürzere Flugstrecken, als längliche Grundrisse.

Eine Außenvoliere in Gesamtansicht von vorne:
Die fertige Außenvoliere.

Eine Voliere muss so sicher gebaut werden, dass keine anderen Tiere, wie Ratten, Mäuse, Marder oder Katzen eindringen können. Selbst Angriffe durch Greifvögel sind keine Seltenheit. Zum Wohle der Vögel ist Doppelverdrahtung und ein Fundament oder geschlossener Boden ein Muss. Verwendet man breitere Pfosten von etwa 10cm für das Grundgerüst, kann innen und außen Draht angebracht werden. Statt eines geschlossenen Bodens ist es möglich nur an der Volierenbegrenzung eine Sperre in den Boden einzulassen. Innerhalb der Voliere kann ebenso engmaschiger Draht 20 cm unter der Bodenoberfläche verlegt werden. Die Außenvoliere sollte zugfrei sein und eine Rückzugsmöglichkeit vor Hitze, Nässe und Kälte bieten. Ideal sind drei geschlossene Seiten.

Das fertige Schutzhaus. Um keine Wildtiere anzulocken ist es sinnvoll, die Tiere nur im Schutzhaus zu füttern. Ein geregelter Tagesablauf hilft zudem, die Tiere an das Schutzhaus als Nachtplatz zu gewöhnen.

Man kann fertige Gartenhäuschen aus Holz verwenden und gut isolieren. Dabei sollte man nicht sparen, denn je besser die Isolierung, desto weniger Energiekosten werden für die Heizung verbraucht.

Ein weiterer Sicherheitsaspekt ist die Schleuse, die je nach Bauart der Anlage für Außenvoliere und Schutzhaus sinnvoll ist. Beim Eintreten in die Voliere können Nymphensittiche in Sekunden entflogen sein, weshalb eine Schleuse der einzig sichere Schutz vor solchen Unfällen ist!