Die Eingewöhnung

Der Einzug
Bitte fahren Sie auf direktem Weg nach Hause, nachdem Sie die Tiere bekommen haben. Dort sollte die Voliere schon komplett eingerichtet bereitstehen, um den Tieren jeglichen Stress zu ersparen. Wasser, Futter und eine Kolbenhirse sollten ebenfalls schon in der Voliere sein. Auch die Landeplätze im Zimmer sollten möglichst bald gebaut werden.

Lassen Sie den Vögeln Zeit und gönnen Sie ihnen Ruhe! Sie müssen mit der Trennung von ihren bisherigen Artgenossen, mit den Menschen, anderen Haustieren und neuen unbekannten Geräusche klarkommen. In der ersten Zeit sollte auf Freiflug verzichtet werden. Es gibt keine pauschale Zeitangabe, wie lange Neuankömmlinge im Käfig bleiben müssen, am besten beobachten Sie Ihre neuen Mitbewohner genau, um den richtigen Zeitpunkt herauszufinden. Man kann das Vertrauen der Nymphensittiche gut mit Leckerlis gewinnen, man sollte jedoch darauf achten, den Vogel niemals zu bedrängen. Wenn die Tiere nicht mehr panisch auf Menschen reagieren und Sie ohne dass die Vögel flattern die Futternäpfe wechseln können, ist es möglich, den ersten Freiflug zu wagen. Die Tiere müssen für den Freiflug nicht handzahm sein!

Der erste Freiflug
Viele Halter haben anfangs Probleme, ihre Nymphensittiche abends wieder in die Voliere zu bekommen. Mit einem geregelten Tagesablauf, viel Ruhe und Geduld ist dies aber gar nicht so schwierig. Es ist sinnvoll, die Futternäpfe jeden Abend zur gleichen Uhrzeit neu zu befüllen. Außerdem sollte es besonders beliebtes Futter und Leckerlis anfangs nur in der Voliere geben. Kennen die Nymphensittiche diesen Ablauf, ist der Reiz, in die Voliere zurückzukehren, viel größer.

Falls es möglich ist, nähern Sie sich vorsichtig den Vögeln und halten Sie ihnen ein Stöckchen o. Ä. unter den Bauch. Viele Nymphensittiche steigen reflexartig auf. Bei ängstlicher Reaktion sollten Sie sich aber sofort zurückziehen.

Für den ersten Freiflug sollte man viel Zeit einplanen, am besten ein freies Wochenende. Nach dem Frühstück wird die Volierenklappe geöffnet. Mit einer Hirse, die am Ausgang platziert wird, kann man die Vögel locken. Ein Brettchen am Ausgang erleichtert Ein- und Ausstieg. Draußen sollte man Wasser und eine karge Körnermischung anbieten, denn es ist zu beachten, dass Nymphensittiche niemals ausgehungert werden dürfen! Vögel haben einen sehr schnellen Stoffwechsel und nehmen stündlich Futter auf. Erst dann, wenn die Nymphensittiche wieder reingehen sollen, darf das Futter außerhalb der Voliere entfernt werden. Direkt im Anschluss daran sollten die Näpfe in der Voliere neu befüllt werden. Seien Sie ruhig spendabel beim Futterangebot. Die Nymphensittiche werden mit Sicherheit genau beobachten, was passiert. Mit etwas Glück marschieren sie jetzt ganz allein rein.

Falls es möglich ist, nähern Sie sich vorsichtig den Vögeln und halten Sie ihnen ein Stöckchen o. Ä. unter den Bauch. Viele Nymphensittiche steigen reflexartig auf. Bei ängstlicher Reaktion sollten Sie sich aber sofort zurückziehen.

Jeder Vogelhalter kann wohl davon berichten, dass sich seine Tiere auch mal beharrlich geweigert haben, in die Voliere zurückzukehren. Nach mehreren Stunden ermüdender Versuche ist es verständlich, dass man wütend wird. Die Vögel würden es aber nicht verstehen, wenn man sie anschreit oder jagt! Je unruhiger und nervöser Sie werden, desto aufgeregter werden auch die Nymphensittiche. Also lieber tief durchatmen und Ruhe bewahren.

Nur im absoluten Notfall darf man einen Nymphensittich fangen! Einfangen bedeutet Stress pur und strapaziert das Vertrauensverhältnis zum Menschen sehr. Manchmal ist es jedoch unvermeidlich. Eine genaue Beschreibung, wie man am besten vorgeht finden Sie >>hier.